In vielen Berufen müssen heute bereits Sicherheitsschuhe getragen werden. So sind beispielsweise Köche verpflichtet, Sicherheitsschuhe zu tragen, ebenso wie viele Mitarbeiter in der Industrie, die Feuerwehrleute oder Mitarbeiter von Rettungsdiensten. Auch im Garten- und Landschaftsbau, sowie im Bauwesen allgemein werden Sicherheitsschuhe bzw. Arbeitsschutzschuhe vorgeschrieben.

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Diese kennzeichnen sich in der Regel durch eine eingelassene Stahlkappe am vorderen Ende der Schuhe. So sollen die Sicherheitsschuhe, die es sowohl für Damen, als auch für Herren gibt, die Zehen schützen. Häufig fallen in der Industrie Maschinenteile herunter, die ein hohes Gewicht haben. Durch die Arbeitsschutzschuhe können die Zehen vor schweren Verletzungen geschützt werden. Dabei ist nicht nur der Schutz der Zehen bei den Sicherheitsschuhen von Bedeutung, sondern genauso müssen diese besonders rutschfest sein. Deshalb wird die Sohle der Sicherheitsschuhe zumeist aus Gummi oder PU bzw. TPU angefertigt. Diese Materialien weisen eine hohe Rutschfestigkeit auf.

Die Sicherheitsklassen

Die Sicherheitsschuhe werden in verschiedene Klassen unterteilt. Je nach Einsatzzweck und Anforderungen an den Arbeitsschutzschuh werden verschiedene Klassen verwendet. Die einzelnen Klassen unterteilen sich in:

  • SB

  • S1

  • S1P

  • S2

  • S3

  • S4

  • S5

Dabei stellt SB die Grundanforderungen an den Sicherheitsschuh dar. Die anderen Klassen bauen auf diesen grundlegenden Anforderungen dann noch weiter auf. Wichtig ist, dass die Belastbarkeit der Stahlkappen der Sicherheitsschuhe mindestens 200 Joule betragen muss. Im Unterschied dazu stehen die so genannten Schutzschuhe, die lediglich eine Belastbarkeit von 100 Joule erreichen müssen.

Die Stahlkappe und den Außenschaft trennt bei den Sicherheitsschuhen in aller Regel eine Lage Material, welches möglichst reibungsmindernd wirkt. Hierbei können Kautschuk oder Filz eingesetzt werden. Bei der Klasse S3 und der Klasse S1P müssen die Sohlen der Sicherheitsschuhe zudem durchtrittssicher sein. Damit soll verhindert werden, dass sich die Träger an spitzen Gegenständen, wie Nägeln und ähnlichem, verletzen können. Diese Durchtrittssicherheit wird meist dadurch erreicht, dass ein dünnes Stahlblech in die Sohle eingearbeitet wird. Um den Tragekomfort zu verbessern, werden jedoch häufig auch mehrere dieser Bleche eingelegt.

Welche Arbeitsschutzschuhe in welchem Beruf?

Je nach Berufssparte und Gefahrenklasse werden die Arbeitsschutzschuhe immer individuell ausgewählt. So sollten Metzgermeister beispielsweise auf wasserdichte Schutzschuhe achten, wohingegen Elektriker auf möglichst isolierende Arbeitsschutzschuhe zurück greifen müssen. Feuerwehrleute müssen bei den Sicherheitsschuhen darauf achten, dass sie aus einem schwer entflammbaren Material gefertigt wurden.

In der Industrie zum Beispiel finden sich am häufigsten die Arbeitsschutzschuhe der Klassen S2 und S3. Bei den Feuerwehrleuten ist zudem auf eine schnelle Verschließbarkeit der Schuhe zu achten. Die wasserdichten Schuhe finden sich zum Teil in der Klasse S2, allerdings sind diese Arbeitsschutzschuhe nur bedingt wasserfest. Damit diese Wasserfestigkeit erhalten bleibt, müssen die Sicherheitsschuhe entsprechend gepflegt werden. Bei der Klasse S3 kommt neben der Stahlkappe, die im Übrigen auch aus Kunststoff, Titan oder Aluminium bestehen kann, die durchtrittssichere Sohle und eine bedingte Wasserfestigkeit hinzu.

Arbeitsschuhe auch in der Mode

Die Sicherheits- bzw. Arbeitsschutzschuhe sind seit den 1970er Jahren nicht mehr nur im Berufsleben anzutreffen, sondern konnten sich genauso in der aktuellen Modeszene einbringen. Anfänglich waren es die Skinheads, die die Schuhe auch in ihrer Freizeit trugen. Vor allen Dingen wollten sie damit ihre Zugehörigkeit zur Arbeiterklasse ebenfalls in der Freizeit offenbaren. Danach folgten aber genauso andere Szenen, die Gefallen an den Stahlkappenschuhen fanden, so sind sie heute in den Szenen der Punks, der Gothics und der Heavy-Metal-Szene zu finden. Einen Trend stellen sie ebenfalls bei Fans von BDSM dar.

Vorrangig galten die Arbeitsschuhe also als Zugehörigkeitssymbol zu einer bestimmten Gruppe. Später sollte damit ein gewisser Ruf erzielt werden und zu guter Letzt kamen auch Vorteile in Kampfsituationen hinzu, weshalb die Stahlkappenschuhe zeitweise in Fußballstadien als Waffen verboten wurden.

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