Arbeitshandschuhe Test – Die besten für Sommer & Winter

Arbeitshandschuhe im VergleichBei vielen Tätigkeiten sind Arbeitshandschuhe ein unverzichtbares Muss, um die Hände vor Verletzungen, schädlichen Substanzen sowie vor Kälte und Hitze zu schützen. Welche Sicherheitshandschuhe für welche Tätigkeit vorgeschrieben sind wird Gesetzlich und durch Berufsgenossenschaften vorgeschrieben. Die Auswahl ist groß und reicht von einfachen Feinstrick-Handschuhen über Latex-Handschuhe bis hin zu robusten Maurerhandschuhen.

Welche Arbeitshandschuhe sind die besten für welche Tätigkeit?

1. Gummi-Handschuhe

Gummi-Handschuhe kommen überall dort zum Einsatz, wo Sauberkeit und Hygiene eine große Rolle spielen, so zum Beispiel in Krankenhäusern und Altenheimen. Auch Reinigungskräfte benötigen Gummi-Handschuhe als Schutz vor Schmutz und Reinigungsmitteln. Ebenso vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten sind die verschiedenen Ausführungen von Gummi-Handschuhen: Einmalhandschuhe sind ideal für den medizinischen Bereich.

Die dickere, robuste Variante ist hingegen perfekt für all jene, die im Arbeitsalltag mit Chemikalien in Kontakt kommen. Man unterscheidet Latex- und Nitrilhandschuhe: Während Latex ein reines Naturprodukt ist, handelt es sich bei Nitril um einen synthetischen Kautschuk, der sehr strapazierfähig und reißfest ist. Da Latex häufig zu allergischen Reaktionen wie zum Beispiel zu Rötungen und Juckreiz führt, treffen Allergiker mit Nitril Handschuhen die richtige Wahl.

2. Thermo-Handschuhe

Für Arbeiten im Freien bei Kälte oder im Kühlhaus sind Thermo-Handschuhe unverzichtbar – zum einen, um die Hände vor Erfrierungen zu schützen, zum anderen, damit die Beweglichkeit der Finger auch bei Minustemperaturen erhalten bleibt. Thermo-Handschuhe werden häufig im Baugewerbe oder in der Forstwirtschaft genutzt.

Es gibt spezielle Winterhandschuhe oder gefütterte Arbeitshandschuhe, die meist aus hochwertigen Materialien (Leder, Wolle oder Daunen) gefertigt sind. Sogar beheizbare Arbeitshandschuhe sind im Fachhandel erhältlich. Wer bei Nässe und Kälte im Freien arbeitet, sollte zudem darauf achten, dass die Winter-Arbeitshandschuhe wasserdicht sind.

3. Schnittschutz-Handschuhe

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OVOS Edelstahl-Drahtgewebe Handschuhe (Quelle: Amazon)

In Industrie und Forstwirtschaft sowie im privaten Bereich schützen Schnittschutz-Handschuhe zuverlässig vor Verletzungen. Sie bestehen in der Regel aus strapazierfähigen, extrem robusten metallischen Fasern, die so verwoben werden, dass ein flexibles Kettengewebe entsteht. Auf diese Weise werden die Finger nicht nur geschützt, auch ihre Beweglichkeit bleibt erhalten.

Je nach Einsatzgebiet wird das Grundmaterial mit Leder, PVC, Neopren oder Nitrilkautschuk kombiniert, damit die Handschuhe zusätzlich vor Kälte, Chemikalien und anderen äußeren Einflüssen schützen. Es gibt leichte und schwere Varianten und solche, die über eine zusätzliche Schnittschutzeinlage verfügen. Diese befindet sich oftmals nur in der linken Hand, weil diese in der Regel den Gegenstand, der bearbeitet werden soll, festhält.

4. Montagehandschuhe

Montagehandschuhe kommen im handwerklichen Bereich zum Einsatz, zum Beispiel beim Maurern oder bei der Montage von Möbeln. Im Handel sind Montagehandschuhe aus verschiedenen Materialien erhältlich, besonders weit verbreitet ist jedoch die Kombination aus Nylon oder Polyester mit Nitril. Montagehandschuhe müssen einen ausreichenden Schutz gewährleisten, ohne das Fingerspitzengefühl zu beeinträchtigen. Außerdem sollten sie über einen guten Grip verfügen, um ein Abrutschen zu vermeiden.

5. Arbeitshandschuhe aus Feinstrick

Arbeitshandschuhe aus Feinstrick kommen besonders häufig zum Einsatz, denn sie sind ausgesprochen günstig und angenehm zu tragen. Allerdings eignen sie sich nur für leichte Tätigkeiten und müssen recht häufig gegen ein neues Paar ausgetauscht werden, da sie sich rasch abnutzen. Wer sich dennoch für Arbeitshandschuhe aus Feinstrick entscheidet, sollte auf eine exakte Passform sowie auf eine hochwertige Beschichtung der Handinnenfläche achten, damit die Handschuhe ausreichend Halt bieten, etwa beim Tragen von schweren Gegenständen. Feinstrickhandschuhe ohne Beschichtung können beispielsweise in Kombination mit Gummi-Handschuhen genutzt werden, damit die Hände beim Arbeiten nicht so stark schwitzen.

6. Gartenhandschuhe

Gute Gartenhandschuhe verfügen auf der Handinnenseite über Noppen, die ausreichend Halt geben, sowie über Stulpen, die zusätzlich die Handgelenke und die Unterarme vor Verletzungen schützen. Außerdem bestehen sie in der Regel aus Latex oder aus speziellen Kunststofffasern, die verhindern, dass man sich an Dornen oder an spitzen Ästen verletzt. Auch Handschuhe aus dickem, robustem Leder kommen für die Gartenarbeit infrage.

Typische Probleme mit Billig-Arbeitshandschuhen

Minderwertige Arbeitshandschuhe verfügen meist über schwache Nähte, die bereits nach kurzer Zeit oder bei geringen Belastungen aufgehen. Auch über Handschuhe, bei denen nur die Handflächen wasserdicht sind, nicht jedoch der Finger- und Handrückenbereich, müssen Verbraucher sich immer wieder ärgern. Nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich sind Handschuhe ohne ausreichend Grip: Beim Transportieren von großen, schweren Möbeln kann es hier schnell zu schwerwiegenden Verletzungen kommen.

Oftmals entscheiden Nutzer sich jedoch auch für das falsche Material oder die falsche Größe: Hier lohnt es sich, die verschiedenen Angebote etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, um genau die Arbeitshandschuhe zu finden, die zu der jeweiligen Tätigkeit passen. Auch die Passform sollte exakt stimmen, um ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen. Viele Handschuhe verfügen zudem über praktische Extras, etwa einen Karabiner zum Aufhängen am Hosenbund oder eine Frotteefläche, mit der man sich Schweiß von der Stirn wischen kann.

Fazit

So wie für alle Arten von Schutzkleidung gilt auch für Arbeitshandschuhe: Es lohnt sich, in qualitativ hochwertige Produkte zu investieren, die über eine lange Haltbarkeit verfügen und die Hände zuverlässig vor Verletzungen schützen. Wer günstig kauft, kauft nicht nur zweimal, sondern erhöht zugleich das Risiko für Unfälle am Arbeitsplatz.